Outright-Devisengeschäft
Outright-Devisengeschäft
Was ist ein Outright-Devisengeschäft?
Ein Outright-Devisengeschäft, auch als Solawechsel oder Outright Forward bekannt, ist ein Finanzvertrag zwischen zwei Parteien, der den Austausch von zwei Währungen zu einem festen Wechselkurs vorsieht. Der Clou: Die Transaktion findet zu einem bestimmten, in der Zukunft liegenden Datum statt, nicht sofort. Im Gegensatz zu anderen Devisengeschäften, wie dem Spot-Geschäft, wo der Austausch schnell erfolgt, planen die Akteure beim Outright-Devisengeschäft ihre Zahlungen voraus.
Wie funktioniert ein Outright-Devisengeschäft?
Das Prinzip des Outright-Devisengeschäfts ist einfach: Nehmen wir an, ein Unternehmen weiß, dass es in sechs Monaten eine Zahlung in US-Dollar benötigt, aktuell aber nur Euro besitzt. Um sich vor einer zukünftigen Wechselkursschwankung zu schützen, schließt das Unternehmen heute einen Vertrag ab. In diesem Vertrag wird festgelegt, dass das Unternehmen nach sechs Monaten US-Dollar erhält, und zwar zu einem Kurs, der bereits heute feststeht. So können sie das Währungsrisiko steuern und ihre Finanzen besser planen.
Vorteile des Outright-Devisengeschäfts
Die Sicherheit, die das Outright-Devisengeschäft bietet, ist ein großer Vorteil. Unternehmen können sich gegen unerwartete Wechselkursänderungen absichern und ihre Kosten besser kalkulieren. Auch für private Investoren kann dieses Instrument der Absicherung gegen Währungsrisiken dienen. Wer in fremder Währung investiert, kann ebenfalls das Outright-Devisengeschäft nutzen, um sich vor Verlusten zu schützen, falls die fremde Währung an Wert verliert.
Risiken eines Outright-Devisengeschäfts
Es gibt jedoch auch Risiken. Wenn sich der Wechselkurs entgegen den Erwartungen entwickelt und die vereinbarte Währung im Vergleich zur Vertragswährung an Wert gewinnt, könnten die Beteiligten einen potentiellen Gewinn verpassen, da sie bereits zu einem festen Kurs getauscht haben. Darüber hinaus könnten bei der Ausführung des Geschäfts zusätzliche Kosten entstehen, wie etwa Gebühren oder Margen, welche die Banken für den Service verlangen.
Ein Beispiel für ein Outright-Devisengeschäft
Stellen Sie sich vor, ein deutscher Buchverlag hat einen Deal mit einem amerikanischen Autor. Der Verlag muss dem Autor in drei Monaten 10.000 US-Dollar bezahlen. Der aktuelle Wechselkurs liegt bei 1 Euro zu 1,2 US-Dollar. Der Verlag entscheidet sich, ein Outright-Devisengeschäft abzuschließen, um den Wechselkurs von 1:1,2 zu sichern. Drei Monate später, zum Zeitpunkt der Zahlung, ist der Euro gegenüber dem Dollar gefallen, und das Verhältnis ist nun 1:1,5. Aber dank des Outright-Devisengeschäfts kann der Verlag immer noch zu dem günstigen Kurs von 1:1,2 zahlen und spart somit Geld.
Fazit
Das Outright-Devisengeschäft ist also eine nützliche Option für alle, die mit internationalen Zahlungen zu tun haben. Mit diesem Instrument können Sie Wechselkursrisiken vermeiden und Ihre Finanzplanung sicherer machen. Wie bei jedem finanziellen Instrument sollten Sie sich jedoch vor dem Abschluss eines Outright-Devisengeschäfts über alle Bedingungen und Risiken informieren.