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Einleitung: Warum vollständige Unterlagen für die Finanzierung entscheidend sind
Eine Finanzierung steht und fällt mit der Vollständigkeit der Unterlagen – das klingt erstmal bürokratisch, ist aber tatsächlich ein entscheidender Hebel für Ihren Erfolg. Wer seine Dokumente lückenlos vorlegt, signalisiert der Bank nicht nur Zuverlässigkeit, sondern beschleunigt auch die Bearbeitung enorm. Häufig unterschätzt: Bereits eine fehlende Gehaltsabrechnung oder ein unvollständiger Grundbuchauszug kann die Entscheidungstage in die Länge ziehen oder sogar zu einer Ablehnung führen.
Warum ist das so? Banken und Kreditgeber müssen Ihre Bonität, Ihr Einkommen und die Werthaltigkeit der Immobilie schnell und präzise prüfen. Jedes fehlende Papier wirft Fragen auf – und kostet Zeit. Gerade in Zeiten schwankender Zinsen kann das entscheidend sein. Wer alle Unterlagen griffbereit hat, verschafft sich einen echten Vorsprung: Die Kreditentscheidung fällt schneller, Unsicherheiten werden vermieden und Sie bleiben im Rennen um Ihr Wunschobjekt.
Ein weiterer, oft übersehener Punkt: Mit einer strukturierten und vollständigen Unterlagenmappe zeigen Sie, dass Sie Ihre Finanzen im Griff haben. Das schafft Vertrauen und kann im Zweifel sogar bessere Konditionen ermöglichen. Kurz gesagt: Wer hier schludert, zahlt am Ende drauf – und das ganz ohne Not.
Checkliste: Allgemeine Unterlagen für die Finanzierung
Für eine reibungslose Kreditprüfung sind bestimmte Unterlagen immer erforderlich – unabhängig davon, ob Sie angestellt, selbstständig oder bereits im Ruhestand sind. Diese Dokumente bilden das Fundament jeder Finanzierungsanfrage und werden von Banken meist schon beim ersten Kontakt eingefordert. Eine sorgfältige Zusammenstellung spart Zeit und verhindert unnötige Rückfragen.
- Gültiger Personalausweis oder Reisepass (Kopie): Zur eindeutigen Identifikation des Antragstellers.
- Aktuelle Gehaltsnachweise der letzten drei Monate: Belegt Ihr regelmäßiges Einkommen. Bei Rentnern sind aktuelle Rentenbescheide erforderlich.
- Letzter Lohnsteuerbescheid: Dient als Nachweis für Ihr Jahreseinkommen und Ihre steuerliche Situation.
- SCHUFA-Selbstauskunft (unterschrieben): Zeigt Ihre Bonität und eventuelle Einträge zu bestehenden Verpflichtungen.
- Übersicht zu bestehenden Krediten und Verbindlichkeiten: Damit erhält die Bank einen vollständigen Überblick über Ihre finanzielle Situation.
- Informationen zu Insolvenzverfahren oder Zwangsvollstreckungen der letzten fünf Jahre: Diese Angaben sind für die Risikobewertung unerlässlich.
- Nachweis über private Krankenversicherung: Relevant vor allem für Selbstständige, aber auch für Angestellte mit privater Absicherung.
Wichtig: Die Anforderungen können sich je nach Bank und individueller Situation leicht unterscheiden. Im Zweifel lohnt sich ein kurzer Anruf beim Berater, um keine Unterlage zu vergessen.
Vergleich: Vorteile und Nachteile einer vollständigen Finanzierungsunterlagen-Checkliste
Vorteile | Nachteile |
---|---|
Beschleunigt die Kreditentscheidung der Bank | Erfordert initial einen höheren Zeitaufwand beim Zusammenstellen aller Dokumente |
Erhöht die Chance auf bessere Konditionen durch professionellen Eindruck | Bei komplexen Situationen (z.B. Selbstständigkeit) werden deutlich mehr Dokumente benötigt |
Verhindert Rückfragen und unnötige Verzögerungen | Manche Unterlagen sind schwierig oder zeitaufwendig zu beschaffen (z.B. Grundbuchauszug) |
Stärkt die eigene Verhandlungsposition und schafft Transparenz | Fehlt eine wichtige Unterlage, kann es trotzdem zu Verzögerungen oder Ablehnungen kommen |
Erlaubt einfachen Bankenvergleich durch strukturierte Sammlung aller Unterlagen | Regelmäßige Aktualisierung notwendig, falls sich Einkommenssituation oder Objektstatus ändert |
Zusätzliche Unterlagen für Selbstständige und Freiberufler
Selbstständige und Freiberufler müssen bei der Finanzierung oft mehr Unterlagen einreichen als Angestellte. Die Bank möchte nachvollziehen können, wie stabil und nachhaltig die Einkommenssituation tatsächlich ist. Hier zählen vor allem aussagekräftige Nachweise über die Geschäftsentwicklung und die aktuelle wirtschaftliche Lage.
- Jahresabschlüsse oder Einnahmen-Überschuss-Rechnungen der letzten zwei Jahre: Sie dokumentieren den wirtschaftlichen Erfolg und die Kontinuität Ihres Unternehmens.
- Aktuelle betriebswirtschaftliche Auswertung (BWA): Gibt einen Überblick über die jüngste Geschäftsentwicklung und wird meist für das laufende Jahr verlangt.
- Gesellschaftsvertrag (bei Gesellschaften): Notwendig, wenn Sie Teilhaber oder Geschäftsführer einer Gesellschaft sind – hieraus ergeben sich Rechte und Pflichten.
- Handelsregisterauszug (bei Kapitalgesellschaften): Belegt die Existenz und die Vertretungsbefugnis Ihres Unternehmens.
- Verflechtungsübersicht: Falls Ihr Unternehmen mit anderen Firmen verbunden ist, verlangt die Bank eine Übersicht zu den Beteiligungsverhältnissen.
- Einkommensteuerbescheide der letzten zwei Jahre: Dienen als offizieller Nachweis für Ihr persönliches Einkommen und die steuerliche Anerkennung Ihrer Gewinne.
Gut zu wissen: Die Bank prüft nicht nur Zahlen, sondern auch, wie nachvollziehbar und plausibel Ihre Unterlagen sind. Sorgfältig aufbereitete Dokumente machen hier oft den Unterschied.
Immobilienbezogene Dokumente: Was für die Bank wichtig ist
Die Bank prüft nicht nur Ihre persönliche Bonität, sondern nimmt auch die Immobilie genau unter die Lupe. Hier entscheidet sich, ob das Objekt als Sicherheit für den Kredit ausreicht. Je vollständiger und aktueller die Unterlagen, desto reibungsloser läuft die Bewertung ab. Manche Details werden gerne übersehen, sind aber für die Bank entscheidend.
- Kaufvertrag oder aktueller Grundbuchauszug: Ohne Nachweis über Eigentumsverhältnisse und Lasten geht nichts. Ein Entwurf genügt zu Beginn, später muss das Original nachgereicht werden.
- Baupläne und Grundrisse: Die Bank will genau wissen, wie das Objekt geschnitten ist und wie viele Quadratmeter tatsächlich zur Verfügung stehen.
- Bebauungsplan und Baubeschreibung: Besonders bei Neubauten oder Umbauten unverzichtbar. Sie zeigen, was auf dem Grundstück erlaubt ist und wie gebaut wird.
- Wohn- und Nutzflächenberechnung: Hier zählt jede Zahl – sie beeinflusst die Bewertung und damit die maximale Kredithöhe.
- Lageplan oder Flurkarte: Damit wird die genaue Position des Grundstücks dokumentiert. Für die Bank ist das ein wichtiger Faktor zur Wertermittlung.
- Baukostenschätzung und Kostenvoranschläge: Gerade bei Bauvorhaben oder Sanierungen muss die Finanzierung auf realistischen Zahlen beruhen.
- Genehmigter Bauantrag oder Baugenehmigung: Ohne diese Unterlagen gibt es keine Auszahlung für Neubauten oder größere Umbauten.
- Teilungserklärung (bei Eigentumswohnungen): Regelt Rechte und Pflichten innerhalb der Eigentümergemeinschaft – die Bank will wissen, worauf sie sich einlässt.
- Auszug aus dem Baulastenverzeichnis: Gibt Aufschluss über öffentlich-rechtliche Verpflichtungen, die auf dem Grundstück lasten können.
- Belege über Erschließungskosten: Zeigt, ob das Grundstück bereits vollständig erschlossen ist oder noch Kosten drohen.
- Exposé oder Fotos der Immobilie: Nicht immer Pflicht, aber oft hilfreich, um einen ersten Eindruck zu vermitteln.
- Kopie der Gebäudeversicherung: Belegt, dass das Objekt gegen Schäden abgesichert ist – eine Grundvoraussetzung für die Kreditvergabe.
Extra-Tipp: Bei Modernisierungen oder geplanten Sanierungen werden zusätzlich detaillierte Kostenvoranschläge und eine Aufstellung der Eigenleistungen benötigt. Das erhöht die Transparenz und gibt der Bank Sicherheit.
Nachweise zum Eigenkapital: So dokumentieren Sie Ihre Mittel
Eigenkapital ist für die Finanzierung ein echtes Ass im Ärmel. Damit die Bank Ihre Mittel anerkennt, braucht sie nachvollziehbare und aktuelle Nachweise. Hier zählt nicht nur die Summe, sondern auch die Herkunft und Verfügbarkeit des Geldes. Unscharfe Angaben oder unklare Bewegungen auf dem Konto führen schnell zu Nachfragen – oder im schlimmsten Fall zu einer Ablehnung.
- Kontoauszüge der letzten Wochen: Zeigen, dass das Geld tatsächlich vorhanden und kurzfristig verfügbar ist. Große Einzahlungen sollten plausibel erklärt werden können.
- Sparbuchkopien oder Nachweise über Tagesgeldkonten: Dokumentieren Guthaben, die Sie für den Immobilienkauf einsetzen wollen. Achten Sie darauf, dass die Auszüge aktuell sind.
- Belege über Wertpapierdepots oder Fonds: Falls Sie Aktien, Fonds oder andere Wertpapiere als Eigenkapital einbringen, müssen aktuelle Depotübersichten vorgelegt werden.
- Nachweise über Bausparguthaben: Ein Bausparvertrag zählt nur, wenn das Guthaben bereits zuteilungsreif und auszahlbar ist. Hier verlangt die Bank meist eine Bestätigung der Bausparkasse.
- Schriftliche Schenkungs- oder Darlehensverträge: Wenn Familienmitglieder Geld beisteuern, ist ein klarer, schriftlicher Nachweis erforderlich. Bei Schenkungen muss die Herkunft des Geldes transparent sein.
- Verkaufsverträge über bereits veräußerte Vermögenswerte: Zum Beispiel, wenn Sie ein Auto oder eine andere Immobilie verkauft haben und den Erlös als Eigenkapital nutzen. Hier reichen Kaufvertrag und Kontoauszug als Beleg.
Wichtig: Die Bank akzeptiert nur Eigenkapital, das frei verfügbar und nicht durch andere Verpflichtungen gebunden ist. Prüfen Sie daher genau, welche Mittel Sie wirklich einbringen können – und belegen Sie jede Position sauber und nachvollziehbar.
Besondere Anforderungen je nach Finanzierungssituation
Manche Finanzierungen verlangen spezielle Nachweise, die weit über die Standardunterlagen hinausgehen. Je nach Objektart, persönlicher Situation oder gewünschtem Förderprogramm sind zusätzliche Dokumente notwendig, die oft übersehen werden. Hier kommt es auf Details an, die im entscheidenden Moment den Ausschlag geben können.
- Neubauvorhaben: Bei Bauprojekten fordern Banken häufig eine detaillierte Aufstellung der geplanten Eigenleistungen sowie Nachweise über die Qualifikation der beteiligten Handwerker. Auch Nachweise über bereits erteilte Teilbaugenehmigungen oder Baufortschrittsberichte können verlangt werden.
- Denkmalschutz-Immobilien: Für denkmalgeschützte Objekte sind meist Bescheinigungen der Denkmalschutzbehörde sowie Nachweise über geplante oder bereits genehmigte Sanierungsmaßnahmen erforderlich. Steuerliche Förderbescheide können hier ebenfalls relevant sein.
- Förderkredite und Zuschüsse: Wer staatliche Fördermittel (z. B. KfW) einbinden möchte, muss die jeweiligen Antragsformulare, Förderzusagen und oft auch spezielle Energieausweise oder Nachweise über energetische Maßnahmen vorlegen.
- Kapitalanleger: Bei vermieteten Objekten verlangen Banken häufig Mietverträge, aktuelle Mietübersichten und Nachweise über erzielte Mieteinnahmen. Zusätzlich können Steuerbescheide mit Angaben zu Mieteinnahmen relevant sein.
- Erbbaurecht: Wird eine Immobilie auf einem Erbbaugrundstück finanziert, ist der Erbbaurechtsvertrag vorzulegen. Banken achten hier besonders auf Laufzeit, Konditionen und Rechte des Erbbauberechtigten.
- Auslandsimmobilien: Für Immobilien im Ausland gelten oft besondere Anforderungen, etwa Übersetzungen amtlicher Dokumente, Nachweise über die rechtliche Absicherung des Eigentums und manchmal sogar Gutachten von anerkannten Sachverständigen.
Je nach Konstellation kann die Bank weitere Nachweise fordern, die nicht auf den ersten Blick ersichtlich sind. Ein frühzeitiges Gespräch mit dem Berater hilft, Überraschungen zu vermeiden und die passende Dokumentation rechtzeitig bereitzustellen.
Beispiel: Die ideale Unterlagenmappe für eine Baufinanzierung
Eine wirklich überzeugende Unterlagenmappe für die Baufinanzierung ist mehr als nur ein Sammelsurium an Papieren. Sie spiegelt Ihre Vorbereitung, Ihr Organisationstalent und Ihr Verständnis für die Anforderungen der Bank wider. Wer hier klug sortiert und alles griffbereit hat, sorgt für einen bleibenden Eindruck – und für Tempo im Prozess.
- Deckblatt mit Kontaktangaben: Ein übersichtliches Deckblatt mit Ihren vollständigen Kontaktdaten, Finanzierungszweck und einer kurzen Übersicht der beigefügten Dokumente erleichtert dem Bankberater die Orientierung.
- Inhaltsverzeichnis: Eine strukturierte Liste aller enthaltenen Unterlagen – idealerweise nach Themenblöcken wie „Persönliche Unterlagen“, „Immobilienunterlagen“, „Eigenkapitalnachweise“ usw. gegliedert.
- Trennblätter oder Register: Mit klaren Beschriftungen (z. B. „Einkommensnachweise“, „Objektdokumente“, „Kredite & Verbindlichkeiten“) findet jeder sofort, was gesucht wird. Das spart Nerven und Zeit.
- Chronologische Sortierung: Bei fortlaufenden Dokumenten wie Kontoauszügen oder Gehaltsnachweisen empfiehlt sich eine Sortierung vom aktuellsten zum ältesten Beleg.
- Zusätzliche Erläuterungen: Bei ungewöhnlichen Sachverhalten – etwa einer größeren Schenkung oder einem einmaligen Geldeingang – ist eine kurze schriftliche Erklärung hilfreich. So beugen Sie Rückfragen vor.
- Vollständigkeitserklärung: Ein formloses Schreiben, in dem Sie bestätigen, dass alle geforderten Unterlagen enthalten sind, kann für Klarheit sorgen.
- Digitale Kopien: Immer mehr Banken akzeptieren oder verlangen sogar digitale Unterlagen. Eine sauber benannte PDF-Sammlung, die exakt der Papiermappe entspricht, beschleunigt die Bearbeitung zusätzlich.
Mit einer so durchdachten Mappe machen Sie nicht nur einen professionellen Eindruck, sondern erhöhen auch die Chancen auf eine schnelle, reibungslose Finanzierung. Wer hier investiert, spart später Zeit und Nerven – und hat die Nase vorn, wenn es darauf ankommt.
Typische Fragen im Bankgespräch und wie die Unterlagen helfen
Im Bankgespräch prasseln oft Fragen auf Sie ein, die ohne die passenden Unterlagen schnell zur Stolperfalle werden. Gut vorbereitet zu sein, bedeutet nicht nur, Antworten parat zu haben, sondern auch, diese direkt belegen zu können. Das macht Eindruck und bringt Sie in eine starke Verhandlungsposition.
- Wie setzen sich Ihre Einnahmen und Ausgaben zusammen? Mit aktuellen Gehaltsnachweisen, Kontoauszügen und einer Übersicht zu bestehenden Verpflichtungen belegen Sie Ihre finanzielle Lage transparent und nachvollziehbar.
- Wie hoch ist Ihr Eigenkapital und woher stammt es? Hier helfen lückenlose Nachweise – von Sparbuchkopien bis zu Schenkungsverträgen. So können Sie jede Position eindeutig zuordnen und erklären.
- Welche Sicherheiten bieten Sie der Bank? Immobilienbezogene Dokumente wie Grundbuchauszug, Baupläne oder Versicherungsnachweise zeigen, dass das Objekt solide bewertet werden kann und frei von gravierenden Belastungen ist.
- Wie sieht Ihr Finanzierungsbedarf im Detail aus? Eine detaillierte Aufstellung der Kauf- oder Baukosten, ergänzt um Kostenvoranschläge und Nebenkosten, macht Ihre Kalkulation für die Bank nachvollziehbar und vermeidet Missverständnisse.
- Gibt es Besonderheiten, die Einfluss auf die Finanzierung haben? Durch Erläuterungen zu einmaligen Einnahmen, geplanten Modernisierungen oder speziellen Fördermitteln schaffen Sie Klarheit und räumen Unsicherheiten aus dem Weg.
Mit einer durchdachten Unterlagenmappe können Sie auf diese Fragen nicht nur antworten, sondern auch direkt belegen, was Sie sagen. Das verschafft Ihnen Sicherheit und der Bank die nötige Transparenz für eine schnelle Entscheidung.
Tipps zur optimalen Vorbereitung auf das Finanzierungsgespräch
Eine wirklich gute Vorbereitung auf das Finanzierungsgespräch geht über das bloße Sammeln von Unterlagen hinaus. Es lohnt sich, gezielt an den eigenen Auftritt und die Argumentation zu denken. Wer ein paar zusätzliche Kniffe beherzigt, verschafft sich einen echten Vorteil.
- Vorab alle Zahlen durchrechnen: Prüfen Sie Ihre monatliche Belastbarkeit realistisch – inklusive Puffer für Unvorhergesehenes. Ein eigenes kleines Rechenblatt hilft, die Übersicht zu behalten und auf Rückfragen spontan zu reagieren.
- Eigene Fragen vorbereiten: Notieren Sie sich im Vorfeld offene Punkte, etwa zu Sondertilgungen, Zinsbindungen oder Fördermöglichkeiten. Das zeigt Interesse und gibt dem Gespräch Struktur.
- Unterlagen in digitaler und gedruckter Form mitbringen: Viele Banken arbeiten inzwischen hybrid. Wer beides dabei hat, kann flexibel reagieren und wirkt modern aufgestellt.
- Referenzen oder Nachweise über bisherige Projekte: Gerade bei Bauherren oder Selbstständigen kann ein kurzer Nachweis über erfolgreich abgeschlossene Vorhaben Vertrauen schaffen.
- Aktuelle Marktinformationen einholen: Informieren Sie sich über Zinsentwicklungen, regionale Immobilienpreise und Förderprogramme. Das zeigt, dass Sie nicht blauäugig in die Verhandlung gehen.
- Rollenverteilung bei Paaren klären: Falls Sie zu zweit auftreten, sollte klar sein, wer welche Themen übernimmt. So vermeiden Sie Missverständnisse und treten als eingespieltes Team auf.
- Selbstbewusst, aber offen für Alternativen bleiben: Machen Sie Ihre Wünsche deutlich, aber zeigen Sie sich flexibel für andere Finanzierungsvorschläge der Bank. Das erleichtert die Einigung.
Wer diese Tipps beherzigt, signalisiert nicht nur Sorgfalt, sondern auch Verhandlungsgeschick und Weitblick – Eigenschaften, die bei der Kreditvergabe gern gesehen sind.
Fazit: Mit vollständiger Checkliste sicher zur erfolgreichen Finanzierung
Eine vollständige Checkliste ist weit mehr als nur eine Formalität – sie ist Ihr Schlüssel zu Planungssicherheit und Transparenz im gesamten Finanzierungsprozess. Sie ermöglicht es Ihnen, bereits vor dem ersten Bankgespräch Schwachstellen zu erkennen, gezielt Rückfragen zu antizipieren und den tatsächlichen Finanzierungsbedarf realistisch einzuschätzen. Wer sich die Mühe macht, alle Dokumente sauber zusammenzustellen, kann flexibel auf unerwartete Anforderungen reagieren und spart so nicht nur Zeit, sondern oft auch bares Geld.
- Risiken frühzeitig erkennen: Mit einer vollständigen Übersicht fallen potenzielle Stolpersteine – etwa unklare Eigentumsverhältnisse oder fehlende Nachweise – schon vorab auf und lassen sich gezielt ausräumen.
- Verhandlungsposition stärken: Eine strukturierte Dokumentation verschafft Ihnen im Gespräch mit der Bank mehr Selbstbewusstsein und erhöht die Chancen auf bessere Konditionen.
- Prozesse beschleunigen: Lückenlose Unterlagen sorgen für eine zügige Bearbeitung und reduzieren das Risiko von Verzögerungen durch Nachforderungen.
- Vergleichbarkeit schaffen: Mit einer einheitlichen Mappe können Sie verschiedene Angebote und Banken leichter vergleichen, ohne den Überblick zu verlieren.
Wer seine Finanzierung mit System angeht, legt das Fundament für einen erfolgreichen Immobilienerwerb – und hat im entscheidenden Moment alle Trümpfe in der Hand.
Nützliche Links zum Thema
- Welche Unterlagen brauche ich für eine Baufinanzierung? - Dr. Klein
- Checkliste Beratungsgespräch Baufinanzierung | Sparkasse.de
- Checkliste: Unterlagen für die Baufinanzierung - Baufi24
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FAQ: Häufige Fragen zu Unterlagen für die Baufinanzierung
Welche Unterlagen muss ich für die Baufinanzierung grundsätzlich vorlegen?
Zu den wichtigsten Dokumenten zählen ein gültiger Personalausweis oder Reisepass, die aktuellen Gehaltsnachweise der letzten drei Monate (bzw. Rentenbescheide), der letzte Lohnsteuerbescheid, eine unterschriebene SCHUFA-Selbstauskunft sowie Nachweise zu bestehenden Krediten und Verbindlichkeiten.
Welche zusätzlichen Unterlagen benötigen Selbstständige oder Freiberufler?
Selbstständige und Freiberufler müssen in der Regel Jahresabschlüsse oder Einnahmen-Überschuss-Rechnungen der letzten zwei Jahre, eine aktuelle betriebswirtschaftliche Auswertung (BWA), den Gesellschaftsvertrag (bei Gesellschaften), einen Handelsregisterauszug (bei Kapitalgesellschaften) sowie Einkommensteuerbescheide der letzten zwei Jahre einreichen.
Welche Immobilienunterlagen verlangt die Bank bei einer Finanzierung?
Benötigt werden unter anderem ein Kaufvertrag oder aktueller Grundbuchauszug, Baupläne und Grundrisse, der Bebauungsplan, eine Wohn- und Nutzflächenberechnung, die Baubeschreibung sowie eventuell Kostenvoranschläge und Versicherungsnachweise für die Immobilie.
Wie kann ich mein Eigenkapital für die Finanzierung nachweisen?
Eigenkapital wird durch aktuelle Kontoauszüge, Sparbuchkopien, Nachweise über Wertpapierdepots, Bausparverträge (sofern zuteilungsreif), Schenkungs- oder Darlehensverträge sowie Verkaufsverträge über veräußerte Vermögenswerte nachgewiesen.
Worauf sollte ich bei der Zusammenstellung meiner Unterlagen besonders achten?
Achten Sie auf Vollständigkeit, Aktualität und Übersichtlichkeit Ihrer Unterlagen. Sortieren Sie die Dokumente nach Themenblöcken, erstellen Sie ein Inhaltsverzeichnis, strukturieren Sie Ihre Mappe sowohl digital als auch in Papierform und erläutern Sie bei Bedarf besondere Sachverhalte durch kurze Notizen.