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Einleitung: Warum die Finanzierung des Quereinstiegs als Lehrer entscheidend ist
Der Quereinstieg als Lehrer ist für viele eine spannende berufliche Neuorientierung, doch die finanzielle Seite wird dabei oft unterschätzt. Während der Übergangsphase – sei es durch berufsbegleitende Qualifizierungen oder Umschulungen – entstehen nicht nur Kosten, sondern häufig auch Einkommenslücken. Genau hier wird die richtige Finanzierung entscheidend. Ohne eine solide finanzielle Grundlage kann der Traum vom Lehrerberuf schnell zur Belastung werden. Es geht also nicht nur darum, die Ausbildungskosten zu decken, sondern auch darum, den Alltag während dieser Zeit zu stemmen. Die gute Nachricht? Es gibt zahlreiche Fördermöglichkeiten, die speziell auf Quereinsteiger:innen zugeschnitten sind. Mit der richtigen Planung und den passenden Programmen lässt sich der Weg in den Lehrerberuf deutlich erleichtern.
Bildungsförderung durch staatliche Programme: Ihre Möglichkeiten im Überblick
Staatliche Programme bieten eine wichtige Unterstützung für Quereinsteiger:innen, die den Weg in den Lehrerberuf einschlagen möchten. Diese Förderungen zielen darauf ab, die finanziellen Hürden zu senken und den Zugang zu pädagogischen Qualifizierungen zu erleichtern. Hier sind einige der zentralen Möglichkeiten, die Sie kennen sollten:
- Aufstiegs-BAföG: Dieses Programm unterstützt berufliche Weiterbildungen, die auf eine höhere Qualifikation abzielen. Es deckt nicht nur Lehrgangs- und Prüfungsgebühren, sondern bietet auch Zuschüsse für Lebenshaltungskosten, wenn die Weiterbildung in Vollzeit erfolgt.
- Weiterbildungsförderung der Bundesagentur für Arbeit: Wenn Sie arbeitslos oder von Arbeitslosigkeit bedroht sind, können Sie einen Bildungsgutschein beantragen. Dieser deckt die Kosten für pädagogische Umschulungen oder Qualifizierungen, die für den Quereinstieg erforderlich sind.
- Landesspezifische Förderprogramme: Viele Bundesländer haben eigene Initiativen, um den Lehrermangel zu bekämpfen. Diese Programme richten sich oft gezielt an Quereinsteiger:innen in Mangelfächern wie Mathematik, Physik oder Informatik. Informieren Sie sich bei Ihrem zuständigen Kultusministerium über regionale Angebote.
- Förderung durch den Europäischen Sozialfonds (ESF): In einigen Fällen können EU-Mittel genutzt werden, um berufliche Weiterbildungen zu finanzieren. Diese Förderungen sind häufig projektbezogen und variieren je nach Bundesland.
Wichtig ist, dass Sie sich frühzeitig über die verschiedenen Optionen informieren und die notwendigen Anträge stellen. Viele Programme haben spezifische Fristen und Voraussetzungen, die erfüllt sein müssen. Mit der richtigen Förderung können Sie die finanziellen Herausforderungen des Quereinstiegs erheblich reduzieren und sich voll auf Ihre neue berufliche Perspektive konzentrieren.
Vorteile und Herausforderungen der Finanzierung des Quereinstiegs als Lehrer
Aspekt | Vorteile (Pro) | Herausforderungen (Contra) |
---|---|---|
Staatliche Förderprogramme | Unterstützung durch Aufstiegs-BAföG und Bildungsgutscheine | Komplexe Antragsverfahren und lange Wartezeiten |
Stipendien | Zuschüsse müssen nicht zurückgezahlt werden | Konkurrenz und oft strenge Kriterien |
Vergütung während der Qualifikation | Tariflich geregeltes Gehalt in berufsbegleitenden Programmen | Geringeres Einkommen im Vergleich zu ausgebildeten Lehrern |
Steuerliche Vorteile | Kosten wie Prüfungsgebühren und Fahrtkosten absetzbar | Aufwendige Nachweisführung und Belegsammlung nötig |
Regionale Förderprogramme | Spezielle Zuschüsse für Mangelfächer und strukturarme Gebiete | Verfügbarkeit je nach Bundesland unterschiedlich |
Stipendien und Zuschüsse: Finanzielle Unterstützung gezielt nutzen
Stipendien und Zuschüsse sind eine hervorragende Möglichkeit, die finanzielle Belastung während des Quereinstiegs als Lehrer zu verringern. Im Gegensatz zu Darlehen müssen diese Mittel in der Regel nicht zurückgezahlt werden, was sie besonders attraktiv macht. Verschiedene Organisationen und Bundesländer bieten speziell auf Quereinsteiger:innen zugeschnittene Programme an, die gezielt auf die Förderung von Mangelfächern oder strukturschwachen Regionen abzielen.
- Stipendien für Mangelfächer: Einige Bundesländer fördern gezielt Quereinsteiger:innen, die in Fächern wie Mathematik, Physik oder Chemie unterrichten möchten. Diese Stipendien decken oft einen Teil der Ausbildungskosten oder bieten finanzielle Unterstützung während der Qualifizierungsphase.
- Zuschüsse für berufsbegleitende Qualifizierungen: In vielen Fällen können Sie Zuschüsse beantragen, die speziell für die Deckung von Weiterbildungskosten gedacht sind. Diese Zuschüsse sind häufig an bestimmte Voraussetzungen wie den Wohnort oder die Schulform gebunden.
- Förderung durch private Stiftungen: Es gibt auch Stiftungen, die sich auf die Unterstützung von Bildung und Lehrkräften spezialisiert haben. Diese bieten individuelle Förderprogramme, die je nach Stiftung unterschiedlich ausgestaltet sind.
Um diese Unterstützung gezielt zu nutzen, sollten Sie sich frühzeitig über die jeweiligen Bewerbungsfristen und Anforderungen informieren. Häufig wird ein Motivationsschreiben oder ein Nachweis über die Eignung für den Lehrerberuf verlangt. Nutzen Sie diese Gelegenheit, um Ihre Leidenschaft für den Beruf und Ihre Bereitschaft zur Weiterbildung überzeugend darzustellen. So können Sie nicht nur finanziell profitieren, sondern auch wertvolle Netzwerke für Ihre zukünftige Karriere knüpfen.
Berufsbegleitende Qualifizierung: Lernen und Geld verdienen gleichzeitig
Eine berufsbegleitende Qualifizierung ist für viele Quereinsteiger:innen der ideale Weg, um den Übergang in den Lehrerberuf zu meistern, ohne auf ein regelmäßiges Einkommen verzichten zu müssen. Dieses Modell ermöglicht es Ihnen, parallel zur pädagogischen Weiterbildung bereits an Schulen zu arbeiten und praktische Erfahrungen zu sammeln. Gleichzeitig bleibt Ihre finanzielle Basis gesichert, da Sie während dieser Zeit in der Regel ein Gehalt beziehen.
Die meisten berufsbegleitenden Programme sind so konzipiert, dass sie flexibel auf die Bedürfnisse von Quereinsteiger:innen eingehen. Sie kombinieren theoretische Inhalte, wie Didaktik und Pädagogik, mit der direkten Anwendung im Schulalltag. Dadurch können Sie nicht nur Ihre Fähigkeiten weiterentwickeln, sondern auch erste Kontakte im Bildungssystem knüpfen.
- Vergütung: Während der berufsbegleitenden Qualifizierung erhalten Sie in der Regel ein tariflich geregeltes Gehalt, das sich an Ihrer bisherigen Qualifikation und dem Einsatzbereich orientiert. Dies schafft finanzielle Stabilität während der Ausbildungsphase.
- Flexible Zeitmodelle: Viele Programme bieten Teilzeitoptionen oder blockweise Unterrichtsphasen, sodass Sie Ihre Weiterbildung gut mit Ihrer Arbeit an der Schule vereinbaren können.
- Praxisnähe: Durch die direkte Arbeit im Schulalltag sammeln Sie wertvolle Erfahrungen, die Ihnen später den Einstieg in den Beruf erleichtern. Gleichzeitig können Sie Ihre theoretischen Kenntnisse sofort anwenden.
Ein weiterer Vorteil: Berufsbegleitende Qualifizierungen werden oft durch Schulen oder staatliche Stellen unterstützt, sodass die Kosten für die Weiterbildung überschaubar bleiben. In manchen Fällen übernimmt der Arbeitgeber sogar einen Teil der Gebühren. Mit diesem Modell schlagen Sie also zwei Fliegen mit einer Klappe: Sie qualifizieren sich weiter und sichern gleichzeitig Ihre finanzielle Unabhängigkeit.
Förderung durch die Agentur für Arbeit: So sichern Sie sich Unterstützung
Die Agentur für Arbeit ist eine zentrale Anlaufstelle, wenn es um finanzielle Unterstützung für den Quereinstieg als Lehrer geht. Besonders, wenn Sie arbeitslos sind oder von Arbeitslosigkeit bedroht werden, können Sie von verschiedenen Förderprogrammen profitieren. Mit den richtigen Anträgen und Nachweisen können Sie sich wertvolle Unterstützung sichern, um Ihre pädagogische Qualifizierung zu finanzieren.
Ein wichtiges Instrument der Agentur ist der sogenannte Bildungsgutschein. Dieser kann für Weiterbildungen oder Umschulungen genutzt werden, die Sie auf den Lehrerberuf vorbereiten. Die Kosten für Kurse, Prüfungen und sogar notwendige Materialien können damit abgedeckt werden. Doch das ist noch nicht alles:
- Übernahme von Weiterbildungskosten: Der Bildungsgutschein deckt die Kursgebühren vollständig oder teilweise ab, je nach individueller Situation und Bedarf.
- Unterstützung bei Lebenshaltungskosten: Falls Sie während der Qualifizierung kein oder nur ein geringes Einkommen haben, können Sie zusätzliche Leistungen wie Arbeitslosengeld oder einen Zuschuss beantragen.
- Reisekosten: Auch Fahrtkosten zu Weiterbildungsstätten oder Schulen können erstattet werden, um finanzielle Belastungen zu minimieren.
Um diese Förderung zu erhalten, müssen Sie einen Beratungstermin bei Ihrer zuständigen Agentur für Arbeit vereinbaren. Dort wird geprüft, ob die geplante Qualifizierung notwendig ist, um Ihre beruflichen Chancen zu verbessern. Es ist wichtig, gut vorbereitet in dieses Gespräch zu gehen: Bringen Sie Informationen über die gewünschte Weiterbildung, deren Kosten und den geplanten beruflichen Einsatz mit. Je überzeugender Ihr Plan ist, desto höher sind Ihre Chancen auf Unterstützung.
Ein kleiner Tipp: Lassen Sie sich nicht entmutigen, falls die erste Rückmeldung nicht positiv ausfällt. Oft lohnt es sich, nachzufragen oder alternative Programme der Agentur zu prüfen. Mit Beharrlichkeit und einem klaren Ziel vor Augen können Sie die nötige Förderung erhalten und Ihren Quereinstieg erfolgreich gestalten.
Steuerliche Vorteile: Weiterbildungskosten clever absetzen
Ein oft übersehener, aber äußerst hilfreicher Aspekt bei der Finanzierung des Quereinstiegs als Lehrer sind die steuerlichen Vorteile. Viele der Kosten, die im Rahmen Ihrer Weiterbildung oder Umschulung anfallen, können Sie steuerlich geltend machen. Das bedeutet, dass Sie am Ende des Jahres einen Teil Ihrer Ausgaben vom Finanzamt zurückbekommen können – ein echter finanzieller Lichtblick!
Hier ein Überblick, welche Kosten Sie absetzen können:
- Kurs- und Prüfungsgebühren: Die Kosten für Ihre pädagogische Qualifizierung oder Umschulung können als Werbungskosten oder Sonderausgaben in Ihrer Steuererklärung angegeben werden.
- Fahrtkosten: Egal, ob Sie mit dem Auto, der Bahn oder dem Bus zu Ihrer Weiterbildung fahren – die Fahrtkosten können Sie in der Regel pro gefahrenem Kilometer absetzen.
- Arbeitsmaterialien: Bücher, Schreibmaterial, Laptop oder andere notwendige Hilfsmittel für Ihre Weiterbildung können ebenfalls steuerlich berücksichtigt werden.
- Verpflegungsmehraufwand: Falls Sie für Ihre Qualifizierung länger unterwegs sind, können Sie unter bestimmten Voraussetzungen Pauschalen für Verpflegung ansetzen.
- Unterkunftskosten: Müssen Sie für Ihre Weiterbildung vorübergehend an einem anderen Ort wohnen, können auch diese Kosten absetzbar sein.
Wichtig ist, dass Sie alle Belege und Rechnungen sorgfältig aufbewahren. Diese dienen als Nachweis gegenüber dem Finanzamt und erleichtern die korrekte Angabe in Ihrer Steuererklärung. Falls Sie unsicher sind, welche Ausgaben genau absetzbar sind, kann ein Steuerberater oder eine Steuerberatungssoftware hilfreich sein.
Ein weiterer Vorteil: Selbst wenn Sie während der Qualifizierung nur ein geringes Einkommen haben, können sich die Absetzungen lohnen. Verluste aus Werbungskosten können nämlich in vielen Fällen in die nächsten Jahre vorgetragen werden, sodass Sie später davon profitieren, wenn Ihr Einkommen als Lehrer steigt.
Mit einer cleveren Steuerstrategie können Sie also nicht nur Ihre Weiterbildung finanzieren, sondern auch langfristig Ihre finanzielle Situation verbessern. Ein kleiner Aufwand, der sich definitiv auszahlt!
Vergütung während der Qualifizierung: Was Sie finanziell erwartet
Eine der häufigsten Fragen beim Quereinstieg als Lehrer lautet: „Werde ich während der Qualifizierung bezahlt?“ Die Antwort darauf hängt stark von der Art der Qualifizierung und dem Bundesland ab, in dem Sie tätig werden. Dennoch gibt es gute Nachrichten: In vielen Fällen erhalten Quereinsteiger:innen bereits während der pädagogischen Weiterbildung eine Vergütung, die Ihnen finanzielle Stabilität bietet.
Wenn Sie beispielsweise eine berufsbegleitende Qualifizierung absolvieren und gleichzeitig an einer Schule unterrichten, wird Ihr Gehalt in der Regel nach den Tarifverträgen des öffentlichen Dienstes (TV-L) berechnet. Dabei spielt Ihre bisherige berufliche Erfahrung eine Rolle, ebenso wie der Einsatzbereich und die Schulform. Hier einige wichtige Punkte, die Sie beachten sollten:
- Tarifliche Eingruppierung: Die Vergütung erfolgt oft in einer Einstiegsstufe, die sich an Ihrer Qualifikation orientiert. Mit einem Hochschulabschluss in einem relevanten Fach können Sie mit einem soliden Einstiegsgehalt rechnen.
- Unterschiede zwischen Bundesländern: Die Höhe der Vergütung variiert je nach Bundesland. Einige Länder bieten sogar zusätzliche Anreize, wie Zuschläge für Mangelfächer oder ländliche Einsatzorte.
- Vergütung während des Vorbereitungsdienstes: Falls Ihre Qualifizierung ein Referendariat umfasst, erhalten Sie in dieser Zeit eine sogenannte Anwärterbesoldung. Diese liegt meist unter dem regulären Lehrergehalt, ist aber dennoch ausreichend, um den Lebensunterhalt zu sichern.
Ein weiterer Vorteil: Viele Schulen bieten Quereinsteiger:innen die Möglichkeit, ihre Stundenanzahl flexibel zu gestalten. So können Sie entscheiden, ob Sie in Teilzeit oder Vollzeit arbeiten möchten, je nachdem, wie viel Zeit Sie für Ihre Weiterbildung benötigen.
Zusätzlich sollten Sie prüfen, ob es in Ihrem Bundesland spezielle Förderungen oder Zuschläge gibt. Einige Länder zahlen beispielsweise eine „Willkommensprämie“ für Quereinsteiger:innen in besonders gefragten Fächern oder Regionen. Diese zusätzlichen Mittel können Ihre finanzielle Situation während der Qualifizierung erheblich verbessern.
Abschließend lässt sich sagen: Auch wenn die Vergütung während der Qualifizierung möglicherweise nicht sofort das Niveau eines voll ausgebildeten Lehrers erreicht, bietet sie dennoch eine solide Grundlage. Mit einer klugen Planung und der Nutzung von Zusatzleistungen können Sie diese Phase finanziell gut überbrücken.
Erfolgreiche Beispiele: Wie andere ihren Quereinstieg finanziert haben
Der Quereinstieg als Lehrer kann finanziell herausfordernd sein, doch viele haben diesen Weg bereits erfolgreich gemeistert. Ihre Geschichten zeigen, dass es mit der richtigen Strategie und einer Kombination aus Förderungen, Eigeninitiative und Planung möglich ist, die Übergangszeit zu bewältigen. Hier sind einige inspirierende Beispiele, die Ihnen Mut machen können:
- Anna, 35, ehemalige Ingenieurin: Anna wollte nach zehn Jahren in der Industrie etwas Sinnstiftenderes tun und entschied sich für den Quereinstieg als Lehrerin in den Fächern Mathematik und Physik. Sie nutzte einen Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit, um ihre pädagogische Qualifizierung zu finanzieren. Zusätzlich setzte sie Fahrtkosten und Lehrmaterialien steuerlich ab, was ihr am Jahresende eine spürbare Rückerstattung brachte. Während der berufsbegleitenden Qualifizierung erhielt sie ein tarifliches Gehalt, das ihr finanzielle Sicherheit bot.
- Markus, 42, ehemaliger IT-Spezialist: Markus wurde durch ein landesspezifisches Förderprogramm unterstützt, das gezielt Quereinsteiger:innen in Informatik fördert. Neben einem Zuschuss zu den Weiterbildungskosten erhielt er eine monatliche Prämie, da er an einer Schule in einer strukturschwachen Region unterrichtete. Durch die Kombination aus Zuschüssen und seiner Teilzeitstelle konnte er die Übergangszeit ohne größere finanzielle Einbußen bewältigen.
- Lisa, 29, ehemalige Sozialpädagogin: Lisa entschied sich für den Quereinstieg in die Grundschule. Da sie bereits pädagogische Vorerfahrung hatte, konnte sie direkt in den Vorbereitungsdienst einsteigen und erhielt eine Anwärterbesoldung. Um zusätzliche Kosten wie Lehrbücher und Seminargebühren zu decken, beantragte sie ein Stipendium bei einer Stiftung, die Lehrkräfte in Mangelfächern unterstützt. Dieses deckte einen Großteil ihrer Ausgaben ab.
Diese Beispiele zeigen, dass es nicht nur eine einzige Lösung gibt, sondern viele Wege, die zum Ziel führen können. Ob durch staatliche Förderungen, Stipendien oder clevere Steuerstrategien – mit der richtigen Kombination lassen sich finanzielle Hürden überwinden. Wichtig ist, dass Sie Ihre Möglichkeiten frühzeitig prüfen und sich aktiv um Unterstützung bemühen. So wird der Quereinstieg nicht nur beruflich, sondern auch finanziell ein Erfolg.
Tipps für die Planung: Finanzielle Sicherheit im Übergang
Eine gute Planung ist das A und O, um den Quereinstieg als Lehrer finanziell sicher zu gestalten. Gerade in der Übergangsphase, in der Sie sich auf Ihre Qualifizierung konzentrieren, ist es wichtig, Ihre Einnahmen und Ausgaben im Blick zu behalten. Mit den folgenden Tipps können Sie sich optimal vorbereiten und finanzielle Engpässe vermeiden:
- Erstellen Sie einen Finanzplan: Listen Sie alle anfallenden Kosten auf, wie Kursgebühren, Fahrtkosten, Lehrmaterialien und mögliche Ausgaben für Unterkunft oder Verpflegung. Setzen Sie diese in Relation zu Ihren erwarteten Einnahmen, wie Gehalt, Förderungen oder Steuererstattungen.
- Informieren Sie sich frühzeitig: Viele Förderprogramme und Zuschüsse haben feste Bewerbungsfristen. Recherchieren Sie rechtzeitig, welche Unterstützungsmöglichkeiten für Sie infrage kommen, und stellen Sie sicher, dass Sie alle notwendigen Unterlagen parat haben.
- Rücklagen bilden: Falls möglich, legen Sie vor Beginn der Qualifizierung etwas Geld zur Seite, um unvorhergesehene Ausgaben abzufedern. Ein finanzielles Polster gibt Ihnen Sicherheit und Flexibilität.
- Zusätzliche Einnahmequellen prüfen: Falls Ihr Zeitplan es erlaubt, könnten Sie über einen Nebenjob nachdenken, der sich mit Ihrer Weiterbildung vereinbaren lässt. Auch kleine Tätigkeiten können helfen, die Haushaltskasse aufzubessern.
- Beratung in Anspruch nehmen: Lassen Sie sich von Experten beraten, z. B. bei der Agentur für Arbeit, in Weiterbildungszentren oder bei Steuerberatern. Sie können Ihnen wertvolle Hinweise geben, wie Sie Förderungen optimal nutzen und Ihre Kosten reduzieren.
- Prioritäten setzen: Überlegen Sie, welche Ausgaben wirklich notwendig sind und wo Sie sparen können. Beispielsweise könnten Sie gebrauchte Lehrbücher kaufen oder Fahrgemeinschaften bilden, um Kosten zu senken.
Ein weiterer Tipp: Behalten Sie immer den langfristigen Nutzen im Blick. Auch wenn die Übergangszeit finanziell herausfordernd sein kann, investieren Sie in Ihre Zukunft. Der Lehrerberuf bietet nicht nur eine stabile Einkommensperspektive, sondern auch die Möglichkeit, einen sinnstiftenden Beitrag zur Gesellschaft zu leisten. Mit einer durchdachten Planung können Sie diese Phase erfolgreich meistern und sich voll auf Ihre neue berufliche Aufgabe konzentrieren.
Fazit: Ihre individuelle Chance auf finanzielle Förderung im Quereinstieg
Der Quereinstieg als Lehrer bietet nicht nur eine berufliche Neuorientierung, sondern auch die Chance, einen sinnstiftenden und zukunftssicheren Beruf zu ergreifen. Doch wie Sie sehen, ist die finanzielle Planung ein zentraler Baustein, um diesen Weg erfolgreich zu gehen. Die gute Nachricht: Es gibt zahlreiche Fördermöglichkeiten, die Ihnen helfen können, die Übergangsphase zu meistern und Ihre Qualifizierung zu finanzieren.
Ob durch staatliche Programme, Stipendien, steuerliche Vorteile oder eine berufsbegleitende Tätigkeit – die Optionen sind vielfältig und oft individuell anpassbar. Wichtig ist, dass Sie sich frühzeitig informieren, Ihre Möglichkeiten ausloten und gezielt die Förderungen beantragen, die zu Ihrer persönlichen Situation passen. Jeder Quereinstieg ist einzigartig, und mit der richtigen Strategie können Sie Ihre finanziellen Herausforderungen in den Griff bekommen.
Denken Sie daran: Der Aufwand, den Sie jetzt in Ihre Planung und Finanzierung investieren, zahlt sich langfristig aus. Mit einem sicheren Fundament können Sie sich voll und ganz auf Ihre pädagogische Ausbildung und den Einstieg in den Lehrerberuf konzentrieren. Nutzen Sie Ihre Chance – die Unterstützung ist da, Sie müssen sie nur ergreifen!
Nützliche Links zum Thema
- Quereinstieg als Lehrer: Voraussetzungen, Gehalt - Academics
- Lehrer oder Lehrerin werden im Quereinstieg: So geht es 2025
- Stipendium für den Wechsel ins Lehramtsstudium - Berlin.de
FAQ: Finanzielle Unterstützung beim Quereinstieg als Lehrer
Welche staatlichen Programme unterstützen den Quereinstieg?
Staatliche Programme wie das Aufstiegs-BAföG und Bildungsgutscheine der Agentur für Arbeit bieten finanzielle Unterstützung. Diese Programme decken oft Kursgebühren, Prüfungsgebühren und sogar Lebenshaltungskosten, wenn die Weiterbildung in Vollzeit erfolgt.
Kann ich während der Qualifizierung ein Gehalt beziehen?
Ja, in der Regel erfolgt die berufsbegleitende Qualifizierung parallel zu einer Anstellung an einer Schule. Quereinsteiger:innen erhalten ein tariflich geregeltes Gehalt, das sich an ihrer bisherigen Qualifikation und Erfahrung orientiert.
Welche steuerlichen Vorteile kann ich nutzen?
Kosten wie Kurs- und Prüfungsgebühren, Fahrtkosten, Lehrmaterial und Unterkunftskosten können steuerlich geltend gemacht werden. Diese Vorteile reduzieren effektiv die finanzielle Belastung der Qualifizierungsphase.
Welche Unterstützung gibt es speziell für Mangelfächer?
Verschiedene Bundesländer und Organisationen bieten Stipendien oder Zuschüsse für Quereinsteiger:innen, die in Mangelfächern wie Mathematik, Physik oder Chemie unterrichten möchten. Diese Förderung verringert die Ausbildungskosten erheblich.
Wie kann ich Förderung durch die Agentur für Arbeit erhalten?
Die Agentur für Arbeit stellt Bildungsgutscheine aus, die Kosten für pädagogische Umschulungen oder Weiterbildungen abdecken. Es wird empfohlen, vorher einen Beratungstermin zu vereinbaren und einen detaillierten Weiterbildungsplan vorzulegen.