Was ist Systemrisiko?
Ein Systemrisiko bezeichnet das Risiko, dass die Probleme einer Finanzinstitution oder eines ganzen Marktes so gravierend sind, dass sie das gesamte Finanzsystem bedrohen. Dies kann zu einem Dominoeffekt führen, bei dem das Versagen eines Teils des Systems andere Teile in Mitleidenschaft zieht.
Wie entsteht Systemrisiko?
Systemrisiko entsteht, wenn Finanzinstitute stark vernetzt sind. Das bedeutet, sie haben viele Geschäfte miteinander. Falls eine Bank scheitert, sind auch andere betroffen. Ein weiterer Auslöser kann sein, dass alle auf die gleichen Informationen setzen und dadurch ähnliche Risiken eingehen.
Beispiele für Systemrisiko
Ein klassisches Beispiel für ein Systemrisiko war die Finanzkrise im Jahr 2008. Große Banken hatten so viele faule Kredite, dass ihr Scheitern das weltweite Bankensystem bedroht hat. Regierungen mussten eingreifen, um ein Kollaps zu verhindern.
Warum ist das Verstehen von Systemrisiko wichtig?
Das Wissen um Systemrisiken hilft, Finanzkrisen zu vermeiden. Banken und Aufsichtsbehörden arbeiten deshalb zusammen, um Risiken früh zu erkennen und Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Für Anleger ist es wichtig zu wissen, ob ihre Bank ein hohes Systemrisiko hat.
Vorbeugung gegen Systemrisiko
Zur Vorbeugung von Systemrisiken gibt es strenge Regeln für Banken, sogenannte Risikomanagement-Verfahren. Diese sollen sicherstellen, dass Banken nicht zu risikoreiche Geschäfte machen. Internationale Abkommen wie Basel III haben zudem die Anforderungen an die Kapitalhaltung von Banken erhöht.
Fazit
Ein Systemrisiko kann gravierende Folgen für die Weltwirtschaft haben. Es ist daher entscheidend, dass sowohl Finanzinstitute als auch Behörden achtsam sind und präventiv handeln. Für den einzelnen Anleger bedeutet das, sich über die Stabilität seiner Anlage informieren zu müssen.