Kredite Geschichte: Von der Antike bis heute
Autor: Banking-Vergleich Redaktion
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Kategorie: Finanzierung und Kredite
Zusammenfassung: Kredite existieren seit der Antike, förderten wirtschaftliche Entwicklung und soziale Mobilität, waren aber stets von Risiken, sozialen Normen und rechtlichen Rahmenbedingungen geprägt.
Kredite in der Antike: Erste Spuren von Leihen und Zinsen
Kredite in der Antike: Erste Spuren von Leihen und Zinsen
Schon im alten Mesopotamien, also rund 4000 Jahre vor unserer Zeit, tauchten erste Kreditverträge auf Tontafeln auf. Diese Verträge waren keineswegs nur symbolisch, sondern beinhalteten detaillierte Angaben zu Rückzahlungsfristen, Zinsen und Sicherheiten. Besonders spannend: Die sumerischen Tempel und Paläste agierten damals als eine Art Vorläufer moderner Banken. Sie vergaben Getreide- oder Silberkredite an Bauern und Händler, wobei die Rückzahlung oft an die Ernte oder Handelsgewinne gekoppelt war.
Im antiken Griechenland und später im Römischen Reich wurde das Kreditwesen weiterentwickelt. Es gab spezialisierte Geldverleiher, sogenannte trapeziten in Athen, die sogar Wechselgeschäfte und Überweisungen abwickelten. Kredite wurden nicht nur für Handel und Landwirtschaft genutzt, sondern auch, um politische Ambitionen zu finanzieren – etwa den Bau von Schiffen oder die Ausstattung von Truppen.
Die Zinsberechnung war in der Antike alles andere als willkürlich. In Babylonien lag der Zinssatz für Getreidekredite oft bei 33⅓ % pro Jahr, für Silberkredite bei etwa 20 %. Diese hohen Sätze spiegelten das Risiko wider, das mit Missernten oder Handelsverlusten einherging. Im alten Ägypten wiederum war es üblich, Zinsen in Naturalien zu verlangen, etwa in Form von zusätzlichem Getreide.
Bemerkenswert ist, dass bereits damals rechtliche Rahmenbedingungen existierten: Das berühmte Gesetzbuch Hammurapis (ca. 1754 v. Chr.) regelte nicht nur die maximalen Zinssätze, sondern auch den Umgang mit säumigen Schuldnern. So konnten Schuldner im Extremfall in Schuldknechtschaft geraten, was ihre gesamte Familie betraf. Trotzdem war der Kredit ein Motor für wirtschaftliche Entwicklung, Innovation und sogar soziale Mobilität – auch wenn das natürlich nicht immer reibungslos lief.
Kreditvergabe im Mittelalter: Soziale und religiöse Prägungen
Kreditvergabe im Mittelalter: Soziale und religiöse Prägungen
Im Mittelalter war die Kreditvergabe von starken gesellschaftlichen und religiösen Normen durchdrungen. Das christliche Zinsverbot, das auf Bibelstellen wie „Du sollst deinem Bruder keinen Zins auferlegen“ (5. Mose 23,20) zurückging, prägte die Kreditpraxis im christlichen Europa maßgeblich. Christen war es offiziell untersagt, Zinsen zu verlangen, was zu einer Verlagerung des Kreditgeschäfts auf andere Bevölkerungsgruppen führte.
Jüdische Gemeinden übernahmen eine zentrale Rolle als Kreditgeber. Da sie vom Zinsverbot nicht betroffen waren, entwickelten sie spezialisierte Netzwerke für Geldverleih, die sowohl Adel als auch Städte und Bauern nutzten. Allerdings brachte diese Funktion erhebliche Risiken mit sich: Juden wurden häufig Opfer von Vertreibungen, Enteignungen oder gar Pogromen, wobei ihre ausstehenden Kredite oft annulliert wurden. Die Kreditvergabe war also eng mit sozialer Ausgrenzung und Unsicherheit verbunden.
Auch die Sicherheiten unterschieden sich von späteren Zeiten. Land, Ernten oder bewegliche Güter dienten als Pfand. Besonders der Bodenkredit war verbreitet: Bauern verpfändeten ihr Land für Saatgut oder Vieh. Schlechte Ernten oder Missernten führten rasch zur Überschuldung und zum Verlust des Besitzes. In Städten entstanden erste Pfandleihhäuser, die gegen Hinterlegung von Wertgegenständen kurzfristige Kredite vergaben.
- Religiöse Vorschriften beeinflussten nicht nur, wer Kredite vergeben durfte, sondern auch die gesellschaftliche Wahrnehmung von Schuld und Zins.
- Soziale Folgen der Kreditvergabe reichten von Aufstiegsmöglichkeiten bis hin zu existenziellen Krisen durch Überschuldung.
- Die rechtlichen Rahmenbedingungen waren regional sehr unterschiedlich und entwickelten sich erst allmählich weiter.
Insgesamt war das mittelalterliche Kreditwesen ein Spiegelbild der gesellschaftlichen Machtverhältnisse und religiösen Überzeugungen – und es legte den Grundstein für spätere Entwicklungen im europäischen Finanzsystem.
Vor- und Nachteile des Kreditwesens im historischen Wandel
| Pro (Vorteile) | Contra (Nachteile) |
|---|---|
| Ermöglicht wirtschaftliches Wachstum und Innovation (z.B. Finanzierung von Handel, Infrastruktur, Unternehmen) | Bietet das Risiko von Überschuldung bis hin zur Privatinsolvenz |
| Fördert soziale Mobilität und individuellen Aufstieg (z.B. durch Studien- oder Baukredite) | Kann soziale Ungleichheiten verschärfen, da nicht jeder Zugang zu Krediten erhält |
| Unterstützt Wiederaufbau nach Krisen und Kriegen (z.B. durch staatliche Wirtschaftsprogramme) | Krisen (wie Inflation) können Kreditverhältnisse instabil machen und Verträge entwerten |
| Trägt zur Urbanisierung und Stadtentwicklung bei | Historisch oft mit sozialer Ausgrenzung und extremen Sanktionen (z.B. Schuldknechtschaft) verbunden |
| Digitalisierung macht Kreditvergabe schneller und niederschwelliger | Automatisierte Kreditentscheidungen können neue ethische und Datenschutzprobleme schaffen |
| Fördert Innovation durch Finanzierung von Start-ups und Forschung | Hohe Risiken für Kreditgeber und -nehmer durch wirtschaftliche Unsicherheiten |
Die Rolle von Krediten im internationalen Handel der Frühmoderne
Die Rolle von Krediten im internationalen Handel der Frühmoderne
Mit dem Aufschwung des Seehandels und der Entdeckung neuer Handelsrouten ab dem 15. Jahrhundert wurde der Kredit zum Herzstück globaler Wirtschaftsbeziehungen. Ohne die Möglichkeit, Waren und Schiffe vorzufinanzieren, wären große Expeditionen und der Fernhandel schlichtweg undenkbar gewesen. Kaufleute, Reeder und sogar Staaten griffen auf Kredite zurück, um Handelsgüter, Ausrüstung und Mannschaften zu finanzieren – oft in beträchtlicher Höhe und mit hohem Risiko.
Ein entscheidender Innovationsschub kam durch die Entwicklung von Kreditbriefen und Wechseln. Diese Dokumente erlaubten es, Geld sicher über weite Entfernungen zu transferieren, ohne physisches Bargeld zu bewegen. Banken in Handelszentren wie Venedig, Genua oder Amsterdam agierten als Mittler, prüften die Bonität der Beteiligten und garantierten die Auszahlung am Zielort. So entstand ein europaweites Netz aus Vertrauen und Verbindlichkeiten, das den internationalen Handel beschleunigte.
- Handelsgesellschaften wie die Ostindien-Kompanien nutzten Kredite, um riesige Flotten auszurüsten und langfristige Projekte zu stemmen.
- Der Kredit ermöglichte Spekulationen auf künftige Warenpreise und schuf damit neue Formen des wirtschaftlichen Risikos – und Gewinns.
- Staaten selbst nahmen Kredite auf, um Kriege zu finanzieren oder Infrastrukturprojekte zu realisieren, was die internationale Verschuldung einleitete.
Bemerkenswert ist, wie stark Vertrauen und Reputation die Kreditvergabe bestimmten. Wer als solvent galt, erhielt leichter Zugang zu Kapital – ein Prinzip, das bis heute im internationalen Finanzsystem nachhallt. Die Frühmoderne war somit eine Zeit, in der Kredite den Grundstein für die Globalisierung des Handels legten und neue Dynamiken zwischen Wirtschaft, Politik und Gesellschaft schufen.
Industrialisierung und die Entstehung moderner Bankenstrukturen
Industrialisierung und die Entstehung moderner Bankenstrukturen
Mit der Industrialisierung ab dem späten 18. Jahrhundert veränderte sich das Kreditwesen grundlegend. Die rapide wachsende Industrie verlangte nach Kapital in bisher unbekanntem Ausmaß. Fabriken, Eisenbahnen und Maschinenparks mussten finanziert werden – mit Eigenmitteln war das schlicht nicht mehr zu stemmen. Banken wurden zu zentralen Akteuren, die diese riesigen Summen bereitstellten und neue Wege der Kreditvergabe entwickelten.
- Die Gründung von Aktienbanken ermöglichte es, das Kapital vieler Anleger zu bündeln und großvolumige Kredite zu vergeben.
- Es entstanden spezialisierte Kreditinstitute, etwa Hypothekenbanken für Baufinanzierungen oder Industriebanken für Unternehmensgründungen.
- Der Übergang von privaten Geldverleihern zu institutionellen Banken schuf erstmals systematische Prüfverfahren und Bonitätsbewertungen.
- Neue gesetzliche Rahmenbedingungen stärkten den Gläubigerschutz, während der Schuldnerschutz erst nach und nach Einzug hielt.
Bemerkenswert ist, wie sich regionale Besonderheiten herausbildeten: In agrarisch geprägten Regionen dominierten weiterhin Bodenkredite, während in den Industriezentren kurzfristige Betriebsmittelkredite und Investitionsdarlehen an Bedeutung gewannen. Die Entstehung von Sparkassen und Genossenschaftsbanken ermöglichte zudem breiteren Bevölkerungsschichten Zugang zu Krediten und förderte so soziale Mobilität.
Im Ergebnis entstand ein Bankensystem, das nicht nur Unternehmen, sondern auch Privatpersonen als Kunden entdeckte. Diese Entwicklung legte das Fundament für das moderne Finanzwesen, in dem Kreditvergabe, Risikomanagement und Innovation Hand in Hand gehen.
Kredite zwischen Weltkriegen, Inflation und Wiederaufbau
Kredite zwischen Weltkriegen, Inflation und Wiederaufbau
Die Zeit zwischen den beiden Weltkriegen war für das Kreditwesen in Europa eine Phase extremer Unsicherheit und radikaler Umbrüche. Nach dem Ersten Weltkrieg führten Hyperinflation und Währungsreformen in Ländern wie Deutschland dazu, dass bestehende Kredite und Ersparnisse praktisch wertlos wurden. Kreditverträge verloren ihre Bindungskraft, was nicht nur Privatpersonen, sondern auch Unternehmen und Banken in existenzielle Schwierigkeiten stürzte.
- Infolge der Inflation mussten Banken ihre Geschäftsmodelle anpassen, etwa durch die Einführung von Sachwertkrediten, bei denen reale Güter als Sicherheit dienten.
- Staatliche Eingriffe nahmen zu: Es wurden neue Aufsichtsbehörden geschaffen, um das Vertrauen in das Finanzsystem wiederherzustellen.
- Nach der Einführung stabiler Währungen – etwa der Rentenmark in Deutschland oder des Schweizer Franken in Liechtenstein – begann der mühsame Wiederaufbau des Kreditwesens.
Im Zuge des Wiederaufbaus nach dem Zweiten Weltkrieg wurden Kredite zum zentralen Motor für wirtschaftliches Wachstum. Staatlich geförderte Programme, wie der Marshallplan, ermöglichten es Unternehmen und Privatpersonen, dringend benötigte Investitionen zu tätigen. Hypothekendarlehen und Betriebsmittelkredite wurden in dieser Zeit stark nachgefragt, da sie den Wiederaufbau von Infrastruktur, Wohnraum und Industrieanlagen erst möglich machten.
Insgesamt markierte diese Epoche einen Wendepunkt: Kredite wandelten sich von einem oft misstrauisch betrachteten Instrument zu einem unverzichtbaren Werkzeug für Stabilität und Fortschritt in der Nachkriegsordnung.
Privatkredite und Konsumgewohnheiten im 20. Jahrhundert
Privatkredite und Konsumgewohnheiten im 20. Jahrhundert
Im 20. Jahrhundert erlebte der Privatkredit einen grundlegenden Wandel. Mit dem wirtschaftlichen Aufschwung nach dem Zweiten Weltkrieg stieg der Lebensstandard in vielen westlichen Ländern, und damit wuchs auch der Wunsch nach Konsumgütern, die nicht sofort aus eigenen Mitteln bezahlt werden konnten. Kühlschränke, Fernseher, Autos – plötzlich waren sie für breite Bevölkerungsschichten erreichbar, oft dank Ratenkauf oder Konsumentenkredit.
- Die Einführung von Teilzahlungsgeschäften und später Kreditkarten ermöglichte es, Anschaffungen zu tätigen, ohne lange sparen zu müssen.
- Banken und Händler bewarben gezielt Kredite für private Haushalte, was die Nachfrage nach Konsumgütern weiter ankurbelte.
- In der Bundesrepublik Deutschland entwickelte sich ab den 1980er Jahren ein regelrechter „Kreditboom“: Immer mehr Menschen nutzten Kredite, um sich Wünsche zu erfüllen oder finanzielle Engpässe zu überbrücken.
- In sozialistischen Staaten wie der DDR hingegen blieb der Privatkredit eine Ausnahmeerscheinung; hier wurde der Konsum überwiegend aus Erspartem bestritten, mit wenigen staatlich geförderten Ausnahmen wie dem zinslosen Ehekredit.
Diese Entwicklung hatte weitreichende Folgen: Der Zugang zu Krediten veränderte nicht nur das Konsumverhalten, sondern auch das Verhältnis zu Eigentum und Sparen. Für viele wurde es selbstverständlich, finanzielle Verpflichtungen über Jahre einzugehen – ein Paradigmenwechsel, der die Gesellschaft nachhaltig prägte.
Vom Schuldenrisiko zur Privatinsolvenz: Entwicklungen in Deutschland
Vom Schuldenrisiko zur Privatinsolvenz: Entwicklungen in Deutschland
In Deutschland führte die wachsende Vergabe von Privatkrediten ab den 1990er Jahren zu einer neuen gesellschaftlichen Herausforderung: Immer mehr Haushalte gerieten in die Schuldenfalle. Gründe dafür waren nicht nur leichtfertige Kreditvergaben, sondern auch Arbeitslosigkeit, Scheidung oder unerwartete Lebensereignisse. Plötzlich stand das Thema Überschuldung im Fokus – ein Problem, das zuvor kaum systematisch erfasst wurde.
- Die Einführung des Privatinsolvenzverfahrens im Jahr 1999 markierte einen Meilenstein. Erstmals erhielten überschuldete Privatpersonen die Möglichkeit, nach einer Wohlverhaltensphase schuldenfrei neu zu starten.
- Die Zahl der Privatinsolvenzen stieg in den Folgejahren deutlich an, was auf einen gestiegenen gesellschaftlichen Bedarf an Entschuldungslösungen hinwies.
- Mit der Reform des Insolvenzrechts 2014 wurde die Dauer des Verfahrens verkürzt, um Betroffenen schneller einen wirtschaftlichen Neuanfang zu ermöglichen.
- Parallel dazu etablierten sich Schuldnerberatungsstellen als wichtige Anlaufpunkte für Menschen in finanziellen Notlagen.
Heute gilt das Privatinsolvenzverfahren als zentrales Instrument zur Bewältigung von Überschuldung. Es trägt dazu bei, soziale Härten abzufedern und die wirtschaftliche Teilhabe zu sichern – ein Wandel, der das Bild von Schulden und Scheitern in Deutschland nachhaltig verändert hat.
Digitalisierung und die Zukunft der Kreditvergabe
Digitalisierung und die Zukunft der Kreditvergabe
Die Digitalisierung hat die Kreditvergabe in den letzten Jahren grundlegend verändert – und das Tempo dieser Entwicklung nimmt weiter zu. Algorithmen und künstliche Intelligenz übernehmen heute die Bonitätsprüfung, werten in Sekundenbruchteilen riesige Datenmengen aus und treffen automatisierte Kreditentscheidungen. Das bedeutet: Kredite werden schneller, individueller und oft auch günstiger vergeben als je zuvor.
- Online-Plattformen und sogenannte FinTechs ermöglichen es, Kreditanträge rund um die Uhr und ohne Filialbesuch zu stellen. Für viele Menschen ist der Gang zur Bank damit überflüssig geworden.
- Innovative Modelle wie Peer-to-Peer-Kredite verbinden private Kreditgeber direkt mit Kreditnehmern – oft weltweit und ohne klassische Bank als Mittler.
- Digitale Identitätsprüfung und elektronische Signaturen beschleunigen den gesamten Prozess, von der Antragstellung bis zur Auszahlung.
- Neue Bewertungsverfahren berücksichtigen neben klassischen Finanzdaten auch alternative Informationen, etwa Zahlungsverhalten bei Online-Shops oder Social-Media-Aktivitäten.
Die Zukunft der Kreditvergabe wird noch stärker von Technologie geprägt sein. Blockchain-basierte Smart Contracts könnten Kreditverträge automatisch ausführen und überwachen. Gleichzeitig wächst die Bedeutung von Datenschutz und Transparenz, denn die automatisierte Entscheidungspraxis wirft neue ethische und regulatorische Fragen auf. Klar ist: Wer morgen einen Kredit aufnehmen will, wird sich auf eine völlig neue, digitale Erlebniswelt einstellen müssen – bequem, blitzschnell, aber auch voller neuer Herausforderungen.
Gesellschaftliche Veränderungen durch das Kreditwesen: Beispiele und Auswirkungen
Gesellschaftliche Veränderungen durch das Kreditwesen: Beispiele und Auswirkungen
Das Kreditwesen hat weit mehr als nur wirtschaftliche Prozesse beeinflusst – es hat Gesellschaften umgeformt, soziale Mobilität ermöglicht und ganze Lebensentwürfe verändert. Wer Zugang zu Krediten hatte, konnte in Bildung investieren, ein Unternehmen gründen oder Wohneigentum erwerben. Diese Möglichkeiten führten dazu, dass sich Besitzverhältnisse und soziale Schichten verschoben.
- Stadtentwicklung und Urbanisierung: Kredite machten es möglich, dass Menschen vom Land in die Städte zogen, dort Wohnraum schufen und neue Industrien ansiedelten. Ohne Kreditfinanzierung wären viele Großstädte nie in ihrer heutigen Form entstanden.
- Bildung und Chancengleichheit: Studienkredite eröffneten breiten Bevölkerungsschichten erstmals den Zugang zu höherer Bildung. Damit wurden Bildungsbiografien unabhängig vom Elternhaus möglich, was langfristig die soziale Durchlässigkeit erhöhte.
- Innovation und Unternehmertum: Start-ups und kleine Betriebe konnten dank Krediten Ideen realisieren, die sonst nie das Licht der Welt erblickt hätten. Der Zugang zu Kapital förderte Innovationen und trieb technischen Fortschritt voran.
- Veränderung von Familienstrukturen: Mit der Möglichkeit, Konsum und Investitionen vorzufinanzieren, wandelten sich auch Lebensentwürfe. Junge Familien konnten früher unabhängig werden, eigene Wohnungen beziehen oder in Mobilität investieren.
- Ungleichheit und Ausschluss: Gleichzeitig führte der ungleiche Zugang zu Krediten immer wieder zu gesellschaftlichen Spannungen. Wer als „nicht kreditwürdig“ galt, blieb oft von zentralen Entwicklungen ausgeschlossen – ein Problem, das bis heute existiert.
Insgesamt hat das Kreditwesen Gesellschaften flexibler, aber auch anfälliger gemacht. Es eröffnete Chancen, schuf aber auch neue Risiken und Abhängigkeiten. Die Auswirkungen reichen bis in den Alltag jedes Einzelnen – vom Studium über den Hauskauf bis hin zur Altersvorsorge.
Zentrale Erkenntnisse aus der Geschichte des Kredits
Zentrale Erkenntnisse aus der Geschichte des Kredits
- Kreditmechanismen sind erstaunlich robust: Trotz enormer Umbrüche – von antiken Stadtstaaten bis zur digitalen Gegenwart – haben sich die Grundprinzipien der Kreditvergabe über Jahrtausende kaum verändert. Das Zusammenspiel von Vertrauen, Risiko und Gegenleistung bleibt das Fundament.
- Gesellschaftliche Rahmenbedingungen bestimmen Zugang und Wirkung: Wer Kredite erhält und zu welchen Bedingungen, wurde stets von Machtverhältnissen, rechtlichen Normen und kulturellen Einstellungen geprägt. Kredit war nie nur eine wirtschaftliche, sondern immer auch eine soziale Frage.
- Krisen beschleunigen Innovationen: Wirtschaftliche und politische Schocks – etwa Währungsreformen, Kriege oder technologische Revolutionen – haben das Kreditwesen nicht nur erschüttert, sondern auch zu neuen Lösungen und Institutionen geführt.
- Technologischer Wandel schafft neue Dynamiken: Jede technologische Neuerung, vom Wechselbrief bis zum Algorithmus, hat die Kreditvergabe transparenter, schneller oder breiter zugänglich gemacht – aber auch neue Risiken erzeugt.
- Kredit als Motor und Spiegel gesellschaftlicher Entwicklung: Die Geschichte des Kredits ist ein Gradmesser für gesellschaftlichen Wandel. Sie zeigt, wie eng wirtschaftliche Innovation, soziale Mobilität und politische Stabilität miteinander verwoben sind.
Nützliche Links zum Thema
- Kredit - Wikipedia
- Kreditgeschichte - Maxxkredit
- Evolution des Kreditgeschäfts: Von Zinsen und Algorithmen
Erfahrungen und Meinungen
In der Antike war die Kreditvergabe oft mit strengen Bedingungen verbunden. Nutzer berichten von hohen Zinsen und klaren Rückzahlungsfristen. Diese Aspekte erinnern an moderne Kreditverträge. Ein Beispiel ist das alte Mesopotamien. Dort wurden Kreditverträge auf Tontafeln verfasst. Diese Dokumente enthielten detaillierte Informationen über Bedingungen und Sicherheiten.
Kredite in der Antike: Eine Herausforderung
Nutzer von Kreditdiensten schildern, dass es oft nicht einfach ist, die besten Angebote zu finden. Im antiken Babylon mussten Kreditnehmer oft hohe Zinsen zahlen. Ähnliche Erfahrungen machen heutige Anwender. Sie berichten von Schwierigkeiten, günstige Kredite zu finden. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist häufig nicht transparent.
Heutige Kreditvermittler wie Finanzcheck versuchen, diesen Prozess zu vereinfachen. Nutzer schätzen die Möglichkeit, mehrere Angebote auf einen Blick zu vergleichen. Das spart Zeit und Mühe. Doch nicht alle Nutzer sind zufrieden. Einige beklagen, dass die Auswahl bei schwacher Kreditwürdigkeit eingeschränkt ist.
Der Einfluss der Tempel und Paläste
In der Antike spielten Tempel und Paläste eine zentrale Rolle. Sie fungierten als erste Banken und vergaben Kredite. Nutzer erzählen, dass diese Institutionen oft als vertrauenswürdig galten. Ähnlich empfinden Anwender heute Kreditvermittler. Viele berichten von positiven Erfahrungen mit Plattformen wie Smava. Die Nutzer loben die einfache Abwicklung und die freundliche Beratung.
Allerdings gibt es auch kritische Stimmen. Einige Anwender bemängeln, dass die Zinsen manchmal höher sind als erwartet. Dies führt zu Frustration und Misstrauen. Vergleichsportale bieten zwar eine Übersicht, aber die tatsächlichen Kosten sind oft nicht sofort ersichtlich.
Moderne Herausforderungen
Nutzer berichten zudem von weiteren Herausforderungen im Kreditwesen. Die Notwendigkeit, umfangreiche Unterlagen einzureichen, wird als lästig empfunden. Viele wünschen sich eine Vereinfachung des Prozesses. Das Vertrauen in Kreditgeber ist oft gering. Anwender betonen, dass eine klare Kommunikation und transparente Angebote entscheidend sind.
Ein Beispiel für positive Erfahrungen findet sich bei KREDIT.DE. Nutzer heben die kompetente Beratung und die schnelle Bearbeitung hervor. Dennoch bleibt das Gefühl, dass Kredite oft mit Risiken verbunden sind. Die Überlegungen, die schon in der Antike wichtig waren, gelten auch heute noch.